Ich erinnere mich noch gut daran, als ich mit ca. 17 Jahren die Bücher meiner Eltern für mich entdeckte. Es interessierten mich vorallem die, bei denen es um die Psyche des Menschen ging. Das Buch „Männer sind vom Mars, Frauen von der Venus“ von John Grey habe ich förmlich verschlungen. Menschen zu analysieren und zu verstehen hat mich immer schon interessiert.

Als es darum ging den Weg meiner Laufbahn einzuschlagen, habe ich mich in ausführliche Recherchen gestürzt – ich bin ein Wissensjunkie, und genau so ging ich an die Sache ran :). Ich war damals überzeugt jeden Studiengang, der in Österreich angeboten wird, zu kennen. Dennoch war es schwierig für mich zu wissen, was ich wirklich möchte. Ich wusste damals nicht, dass es auch noch andere Faktoren neben dem Wissen gibt, um eine gute Entscheidung zu treffen. Was ich aber spürte war, ich wollte Menschen helfen. Und ich war fasziniert und bewegt von Ländern der Dritten Welt. Es fehlte also nicht weit, um meinen Berufswunsch zu fixieren: Entwicklungshelferin! Doch wie wird man das? In gewohnter Art recherchierte ich und fand heraus, dass es dort Techniker braucht. Um also am besten als Entwicklungshelferin arbeiten zu können, studierte ich Architektur, Bio- und Umweltressourcenmanagement und Nachhaltiges Bauen. Heute weiß ich, es gäbe andere (bessere?) Wege zu diesem Jugendtraumjob und es gäbe andere Wege sich zu informieren als Google.

Noch ohne Abschluss in der Tasche fand ich einen Job in einem technischen Büro mit netten Kollegen, einer ganz guten Bezahlung und abwechslungsreichen Aufgaben. Mit Entwicklungshilfe hatte das nichts zu tun, aber ich war überzeugt: Zuerst muss ich mal Arbeitserfahrung sammeln!

Mein Herz wollte keine Ruhe geben. Ich hatte große Sehnsucht nach etwas anderem. Der Job erfüllte zwar alle Kriterien, um sich dort wohlfühlen zu können, aber dennoch war ich getrieben. Ich wollte tief im Inneren etwas anderes. Mein Körper bzw. meine Psyche zeigten mir das so, in dem ich immer wieder Zeiten mit starker Zukunftsangst hatte. Es brauchte eine ganze Menge – Beratungen, Bücher, Freunde, Erfahrungen, bis ich realisierte, dass ich meinem Interesse Menschen zu helfen auf direktere Weise nachgehen kann und bis ich realisierte, dass ich mir selbst – aus welchen Gründen auch immer – nie erlaubt hatte, etwas „Soziales“ zu machen. Psychologie ist doch eine brotlose Sache! Naja, mit dieser neuen Erkenntnis und der nun bewussten, innerlichen Erlaubnis dazu, begann ich die Ausbildung zur Seelsorgerin bei Karin Ebert. Spiritualtiät und der christliche Glaube waren mir zu dieser Zeit extrem wichtig, und die Verbindung mit Psychologie und Psychotherapie fand ich faszinierend. Danach habe ich das Studium der Beratungswissenschaften (Psychosozialen Beratung) an der ARGE Bildungsmangement und Sigmund Freund Universität Wien aufgenommen und 2018 abgeschlossen. Seit 2019 studiere ich an der Universität Wien Psychotherapie.

Mein großer Wunsch ist es, Menschen dabei zu unterstützen, herauszufinden, was sie wirklich machen möchten und wie sie das umsetzen können. Die dafür eigens entwickelte Workshop-Serie heißt weSuccess. Ich habe selbst erleben dürfen, wie ungemein kraftvoll und ermutigend es sein kann, in einer Gruppe gemeinsam mit anderen an den eigenen Träumen zu arbeiten und gleichzeitig anderen dabei zu helfen widerum ihre Träume zu verwirklichen.

Ein Wissensjunkie bin ich immer noch – deswegen auch der Blog. Dort teile ich mit dir alles Interessante, was ich in Büchern herausfinde oder mir selbst an Gedanken mache 🙂