Die Corona-Krise kam absolut unerwartet und heftig. In den letzten Tagen haben sich die Ereignisse, aber auch die positiven, gesellschaftlichen Veränderungen und das Gründen von Initiativen überschlagen. Wenn ich vorher 15 Minuten am Tag mit Nachrichtenhören oder -lesen verbracht habe, so sind es jetzt Minimum 2 Stunden. Mein Kopf dreht sich um Corona, Statistiken, Zahlen und Pandemien. Aber es wurde mir in dieser Zeit auch einiges bewusst, das wundervoll ist. Und ich greife auf das Wissen und die Kenntnisse aus dem Coaching zurück, die mich in dieser Situation sehr gut unterstützen können. Und das möchte ich sehr gerne mit dir teilen.

Anfangs habe ich die Krise um ehrlich zu (wie viele andere denke ich) nicht so ernst genommen. Ich habe weiterhin die Hand geschüttelt oder umarmt. Fand es übertrieben jetzt immer Abstand zu halten. Von einen Tag auf den anderen hat sich das in der letzten Woche geändert. In der Retrospektive habe ich gemerkt, dass ich mich bezüglich Pandemie und Viren eigentlich gar nicht informiert hatte. Meine Entscheidung „So schlimm wird es schon nicht sein“ war einfach ein Bauchgefühl und vermutlich eher ein „So schlimm KANN es doch gar nicht sein.“ Das ist überaus menschlich! Es hat mir wieder mal mehr ein Learning übers Entscheiden gezeigt:

Um weise, besonnen, klug und der Situation bestmöglich angepasst zu handeln, benötigt es zu allererst ein wahrnehmen. Es benötigt Informationen, ein Hinhören, ein Hinschauen. Was ich gemacht hatte, war den Kopf in den Sand zu stecken. Ich war mit anderen Dingen beschäftigt und reagierte nach dem Motto, was nicht sein kann, das ist auch nicht – obwohl ich die Maßnahmen und Bilder aus China bereits kannte! Es brauchte ein paar Tage, bis in der Bevölkerung großteils die Akzeptanz der Maßnahmen und angekommen ist und die Ernsthaftigkeit der Lage eingesehen wird. Genau dieser Einsicht bedarf es, um gute Entscheidungen treffen zu können.

Man kann aber auch auf der anderen Seite vom Pferd fallen. Die Medien, der Radio, die (menschenleeren) Straßen, die Arbeitssituation… alles verkündet in jeder Sekunde: „Hier passiert etwas, das wir nicht (gänzlich) unter Kontrolle haben, etwas Neues, etwas Unbekanntes. Achtung!“ Auf der anderen Seite des Pferdes liegt unkontrollierte Angst, liegen Panik, Hilflosigkeit und Ohnmacht. Emotionen und Gefühle, die in dieser Situation absolut verständlich sind, die uns aber genauso wenig weiterbringen werden – weder den einzelnen noch die Gesellschaft insgesamt. Egal, ob du ganz allgemein eine Unsicherheit und Angst verspürst über die Lage der Nation, über unsere Wirtschaft etc. oder ob du ganz konkrete, persönliche Ängste um dein Geschäft, dein Business oder deine Verwandten / Bekannten hast oder sogar selbst am Corona-Virus erkrankt bist, das Beste, das man tun kann ist: 

  • der eigenen und der gesellschaftlichen Situation ins Auge blicken
  • besonnen und in der eigenen Handlungsfähigkeit bleiben

Überlege dir selbst, von welcher Seite des Pferdes du am ehesten herunterfällst. Bist du jemand, der leicht in Panik gerät und die Unsicherheit der Mitmenschen spürt und aufnimmt? Oder bist du jemand, der (zu) optimistisch die Situation beschönigt und die eigenen Ängste und die anderer nicht dasein lassen kann oder will und bagatellisiert?

Je nachdem können dir verschiedene Strategien helfen:

  • Wenn du zu Angst und Panik neigst: Informiere dich häppchenweise über die Situation und fülle deine Tage auch mit Angenehmem, wie Telefonate mit Menschen, die du gerne hast und die ebenfalls positiv an die Sache herangehen. Hole dir Unterstützung und Hilfe und zögere dabei nicht (Einige Vorschläge gibt es weiter unten). Versuche nüchtern an die Sache heranzugehen und unterscheide zwischen Fakten, Bewertungen, Interpretationen und Gefühlen. Nimm deine Gefühle wahr und gebe ihnen Raum, in dem du z.B. ganz bewusst klagst, in Selbstmitleid badest oder dich bei Freunden ausweinst. Lass aber auch diese Phasen wieder zu einem Ende kommen, in dem du dir entweder einen zeitlichen Rahmen steckst, oder ein konkretes Ritual dafür einführst.
  • Wenn du zur Untertreibung und Beschönigung neigst: Vermutlich ist das eine Strategie, um dich nicht mit deinen Ängsten auseinandersetzen zu müssen. Entscheide dich dafür, bewusst und offen für alle Emotionen und Sorgen zu sein, die jetzt kommen. Entscheide dich dafür, der Situation ernsthaft entgegen zu treten. Warum? Weil du langfristig damit dir selbst und deinen Nächsten am meisten hilfst. Wenn wir eine Gefahr nicht erkennen, dann können wir uns auch nicht davor schützen.

Ich habe dir paar Initiativen und Blogartikel zusammengefasst, die sehr hilfreich sein können zu den Themen:
– Vertrauen gewinnen
– finanzielle (Un-)Sicherheit an der Börse
– Gegenseitige Unterstützung unter Selbstständigen

1. Vertrauen gewinnen und mit Angst und Unsicherheit umgehen

  • Hier findest du einen Blogpost zum Thema: Gewinne Innere Sicherheit und habe weniger Angst.
  • Die deutsche Coachin Laura Malina Seiler, die ich ungemein schätze, hat sich in einem Facebook Live Video mit einigen Gedanken und einer Meditation an die Allgemeinheit gewandt. Das Video kannst du hier sehen.
  • Außerdem hat Laura ein Video mit einer sogenannten EFT-Übung aufgenommen. Diese Übung kann dir in ca. 20 Minuten helfen deine Ängste abzubauen und die Welt wieder in einer anderen Perspektive sehen zu können. EFT im Umgang mit Ängsten

2. Finanzielle Unsicherheit an der Börse

Ohne selbst eine Anlageexpertin zu sein weiß ich, dass man in Krisenzeiten vom Aktien-Kauf profitieren kann. 

Madame Moneypenny – ein deutscher Finanzcoach, der sich auskennt 🙂 –  hat einen informativen Blogpost über die Vorgänge an der Börse geschrieben. Den findest du hier: Corona-Virus und Geldanlage. Alles, was du wissen musst.

3. Von Selbstständigen für Selbstständige

Diese wundervolle Initiative von imGrätzl ermöglicht es dir als selbstständige Person die Unterstützung von Profis rund um Marketing und Entwicklung neuer Geschäftsfelder, Texting, Finanzen, Steuerberatung, Coaching und vieles mehr in dieser Zeit KOSTENLOS in Anspruch zu nehmen. Weitere Infos dazu bekommst du hier.

Erst heute habe ich den Satz gelesen:

„Gesundheit ist die Fähigkeit eines Menschen mit Krisen umzugehen.“

Als Mensch bist du dazu designed mit Krisen umzugehen. Ob du es glaubst oder nicht, du bist ein/e Meister*in darin! Unser Gehirn ist dafür gemacht und ausgelegt. Natürlich ist es schrecklich und ist es (auch) furchtbar, aber es ist auch eine Chance zu wachsen, stärker zu werden und sich der eigenen Fähigkeiten auf einem neuen Level bewusst zu werden. Worin könnte für dich die Chance in dieser Krise liegen?

Am 27.März veranstalte ich eine Live Q/A-Session zum Kurs „Die Kunst guter Entscheidungen“. Komme sehr gerne dazu, wenn du diese Zeit nutzen möchtest, um deine eigene Entscheidungskompetenz zu verbessern oder sogar konkrete schwierige Entscheidungen hast, vor denen du in dieser Situation steckst. Erhalte sofort Zugang zu den Online-Seminar Inhalten und sei am 27.März um 18:00 Uhr im Live Q/A mit deinen offenen Fragen und Anliegen mit dabei! Mehr Infos dazu und die Möglichkeit zur Anmeldung findest du hier.

Ich wünsche dir das Allerbeste für diese herausfordernde Zeit – viel Gesundheit, viel Liebe und natürlich…

Go4Gold and BeBlessed,

Lisa