Kennst du das auch? Du denkst oder hoffst jedenfalls, du seist am richtigen Weg, an deinem Sweetspot angelangt, und du wagst dich aus deiner Komfortzone heraus und in unbekanntes Terrain hinein. Und zack … es passiert etwas Unerwartetes: Ein herber Rückschlag. Ein Erlebnis, das so weit hinter deinen eigenen Erwartungen steht, dass es dich an deinen Fähigkeiten zweifeln lässt, an deinem Talent, an deiner Intelligenz… und die Zweiflerstimme bricht die Türe auf und schreit: Ich wusste es doch! Du kannst es nicht! Du bist dafür nicht geeignet! Warum machst du das überhaupt! Du machst dich nur lächerlich!

Das ist der Moment, in dem etwas nicht gelungen ist. In dem du einen „Fehler“ gemacht hast. In dem du „versagt“ hast und du dir denkst: „Ich bin doch nicht gut genug dafür.“ Zunächst mal möchte ich dir gratulieren! Ja, genau. Wenn du einen solchen Moment erlebt hast, dann bedeutet es nämlich, dass du dich ganz schön aus deiner Komfortzone heraus gewagt hast. Du hast es riskiert einen neuen Weg zu gehen. Risiken heißen Risiken, weil es keine Garantie gibt, dass sie gut ausgehen werden. Klopf dir während deinem ganzen Selbstkleinmachertrip also auch mal heftig auf die Schulter. Du hast es gewagt. Und wer nicht wagt, der nicht gewinnt!

Wer nicht wagt, der nicht verliert. Aber wer nicht wagt, der auch nicht gewinnt!

Nun geht es aber darum, diese Gedanken in eine produktive Richtung zu lenken. Hinter diesen Gedanken steckt eine Kraft. Diese Kraft ist derzeit noch darauf gerichtet dich klein zu machen, dich an all deine bisherigen Fehler zu erinnern. An all das, was dir „beweist“, dass du nicht gut genug bist. Ich denke, was diese Stimme im Kern möchte, ist dich zu beschützen. Für diese Stimme bedeutet es die Gefährdung deiner Existenz, wenn du dich auffällig und nicht sozial konform verhältst. Sie möchte dich sozusagen vor einer riesengroßen Blamage beschützen. Für sie bist du immer noch ein Gruppenwesen, angewiesen auf den sozialen Verband, und deswegen wird sie alles unternehmen, um dich darin konform zu halten. Du darfst dieser Stimme also auch mal „Danke“ sagen. Danke, dass sie immer für dich da ist. Danke, dass sie dir immer zeigt, wenn du wo anecken könntest. Danke, dass sie dich in deiner sozialen Verträglichkeit schützt.

Danke deinem Inneren Kritiker.

Sehen wir uns nun den „Fehler“ mal genauer an. Und vor allem: Sehen wir uns ihn mal aus einer anderen Perspektive an. Kann es vielleicht sein, dass in dem „Fehler“ eine enorme Lernchance liegt? Ganz objektiv betrachtet: Kann es sein, dass der Schaden geringer ist, als der Lerneffekt? In deinem Leben wächst du dadurch, dass du „Fehler“ machst. Fehler machen bedeutet nichts anders als Lernen. Als Kleinkind hat man den Vorteil, dass alles, was man sagt und tut, niedlich ist. Kinder verschwenden nicht einen Gedanken daran, ob sie etwas falsch machen, ob das peinlich sein könnte etc. Sie machen und tun einfach. So hast du das Gehen gelernt, das Sprechen und das Aufsklogehen… aber irgendwann kommt eine Stimme dazu, die uns Schranken setzt. Ich glaube, diese Schranken sind so etwas wie ein Tausch gegen das Kindchenschema. Man nimmt uns jetzt ernst. Und deswegen gelten andere Regeln und andere Ansprüche. Was sich aber nicht ändert, ist die Tatsache, dass wir am meisten Lernen, wenn wir uns dem Risiko des Scheiterns aussetzen!

Am meisten lernst du, wenn du dich dem Risiko des Scheiterns aussetzt.

Anstatt deine Gedankenkraft dazu zu nutzen dich fertig zu machen, wende sie also dazu an deine Lerneffekte herauszuarbeiten. Was würdest du das nächste mal anders machen? Was nimmst du dir mit? Was weißt du jetzt besser, als vor diesem Erlebnis. In Wahrheit hat dir das Erlebnis nämlich nicht gezeigt, wie unfähig du bist, sondern es hat dich fähiger und klüger gemacht. Du bist wieder einen Schritt weiter!

Lass mir doch gerne deine Gedanken hier, wie du mit Rückschlägen und dem Gefühl versagt zu haben umgehst. Ich bin gespannt auf weitere Gedanken und Anstöße 🙂 Und nicht vergessen…

Go 4 Gold & Be Blessed,

Lisa

P.S.: Schau doch mal auf Instagram @lisakoegler und Facebook @verbesserlich. Ich freue mich dich dort zu treffen!