Liebe Menschen, die ihr Entspannung sucht, euch getrieben fühlt, und keine Ruhe findet – dieser Blogbeitrag ist für euch. Schließe mal die Augen und versuche ein Bild oder eine Metapher dafür zu bekommen, wie es dir gerade geht.

 Welche visuelle Darstellung würde deinen Zustand am besten ausdrücken? Welche ist die erste Assoziation, die entsteht?

– Nimm dir dafür einen Moment Zeit und schließe deine Augen –

– Ja wirklich. Lies nicht einfach weiter, sondern mache es 🙂 –

– Denn neues Wissen in Form von Denkwissen, wird dir nur bedingt weiterhelfen –

– … –

Okay. Ich nehme an, du hast deine Metapher, dein Bild oder deine Assoziation bekommen und hast dir wirklich einen kurzen Moment, oder ein paar Minuten dafür Zeit genommen. Das ist der erste wichtige Schritt. Dieses Bild verrät dir etwas von dir, von deinem Zustand, was du rein über Worte oder über Denken, vermutlich nicht so schnell ausdrücken hättest können.
Vor Jahren habe ich eine sehr ähnliche Übung gemacht. Das Bild, das ich dabei bekommen habe, war ein Hase, der vor einem Jäger mit Gewehr davon läuft. Ich habe in das gehetzte und angsterfüllte Gesicht geschaut und konnte damit, ehrlich gesagt, lange Zeit wenig anfangen. Heute weiß ich, dass es meine Zukunftsangst war, die mich voll angetrieben hat und dass ich mir keine Ruhe gönnen konnte, weil ich einer unsichtbaren Gefahr entkommen wollte. Angst und Entspannung können nicht gemeinsam auftreten und Spaß / Freude und Stress können auch nicht gleichzeitig gefühlt werden. Das bedeutet, dass es in deinem Leben vielleicht darum geht, Sicherheit zu schaffen, zu reduzieren und wieder mehr Spaß und Freude in dein Leben zu bringen.

Wie das passieren kann, hängt von deiner individuellen Person, Situation und deinen Vorlieben ab. Deswegen kann es kein Patentrezept dafür geben. Um herauszufinden, was du gerade jetzt brauchst, kann dir folgendes Bild helfen:

Stell dir den Mensch, als ein Wesen mit vier Ebenen vor: Eine körperliche, eine geistige (gedankliche), eine emotionale und eine energetische (spirituelle, geistliche). Bist du auf körperlicher Ebene angestrengt, dann brauchst du vielleicht vor allem körperlich Ruhe und Sport wäre nicht die geeignete Auszeitvariante. Hast du hingegen einen Bürojob, musst den ganzen Tag viel denken und sitzen, könnte eine körperbetonte Auszeit das Richtige sein. Die vier Ebenen beeinflussen sich natürlich gegenseitig und viele Tätigkeiten „arbeiten“ auf mehreren Ebenen gleichzeitig. Dennoch kann ein Bewusstsein darüber oft bereits helfen, für sich selbst eine Balance herzustellen.

Im MeetUp letzten Mittwoch haben wir unter anderem ein Brainstorming dazu gemacht, welche Tätigkeiten und Dinge uns entspannen und Spaß machen. Vielleicht ist das eine oder andere darin für dich inspirierend:

  • Sport
  • Yoga
  • Angenehme Gerüche
  • Meditieren
  • Shoppen
  • Fernsehen / Streaming / Youtube
  • Nichts tun, am Sofa lungern
  • mit Kindern Zeit verbringen
  • Aufräumen
  • Spazieren gehen
  • Lachen
  • Lesen
  • Neues lernen
  • Atmen
  • Essen
  • Fortgehen
  • Kochen
  • Alkohol
  • Nikotin
  • Tanzen
  • Freunde
  • Ausflüge und Reisen
  • Musik machen
  • Musik hören
  • mit Tieren Zeit verbringen
  • Spielen
  • Putzen
  • Hobbies
  • Sauna
  • Massage
  • Berührungen
  • Sex

Wenn du das Bild oder die Metapher von vorhin hernimmst, was könnte darin ausgedrückt sein? Was könnte es sein, das du im Moment eigentlich am dringendsten und wichtigsten brauchst? Wenn du merkst, dass es Angst ist, die dich antreibt und dich nicht zur Ruhe kommen lässt, dann gibt es nur einen Weg: Der Angst direkt ins Gesicht blicken 🙂 Klingt beängstigend… ist aber besser, als die Angst ein Leben lang im Nacken zu haben und den Blick auf anderes dadurch nicht genießen zu können.

Ich wünsche dir entspannte Momente!

Be chilled & blessed,

Lisa