Wenn du diesen Blog liest, dann gibt es vermutlich eine Sehnsucht in dir, während ein Teil in dir fest dazu entschlossen ist, dich davon abzubringen deiner Sehnsucht zu folgen. Es entsteht ein innerer Konflikt und innere Konflikte sind lähmend. Sie hindern dich daran eine Entscheidung zu treffen oder einen Schritt zu machen. Insgeheim weißt du aber und bist davon überzeugt, dass du ein Potential oder/und ein Bedürfnis hast, das noch unentdeckt und ungelebt ist. Ich möchte dir Hoffnung und den Glauben zusprechen, dass diese Sehnsucht total berechtigt ist! Du darfst sie dir erfüllen 🙂

Du bist als SchöpferIn und GestalterIn deines Lebens designed.

Ich denke, es ist deine Berufung gestaltend in deinem Leben aktiv zu sein. Das Potential das eigene Leben zufriedenstellend zu gestalten trägt grundsätzlich jeder Mensch in sich. Manchmal halten uns Konventionen, gesellschaftliche Normen, Diskriminierungen oder andere Umstände von außen davon ab unseren Weg zu gehen. Lebst du aber im 21.Jahrhundert und in der westlichen Welt, dann gibt es für dich kaum nennenswerte Restriktionen von außen. Die einzigen realen Einschränkungen, die es gibt, sind deine körperlichen. Wenn du bspw. ein Mann bist und gerne ein Kind selbst gebären möchtest, dann geht das einfach nicht (ein absurdes Beispiel, aber mir ist kein besseres eingefallen, weil ich denke, dass wirklich (fast) ALLES möglich ist). Was dich abhält findet in deinem eigenen Kopf statt, es ist dein Innerer Widerstand, Selbstsabotagemechanismen und destruktive Muster. Ok, lange Rede kurzer Sinn. Wenn du weiterkommen möchtest, gibt es nur einen Weg: Aufzuhören dich selbst zu stören 😉 Sabotage kann auf verschiedene Arten und Wege ablaufen. Die folgenden vier Arten können dir helfen, deine Sabotage zu entlarven und damit aufzuhören:

Sätze wie „Ich kann nicht“ oder „Ich sollte (nicht)“

Wenn du zu dir sagst, du könntest, solltest oder dürftest etwas nicht (oder umgekehrt musst etwas tun), dann frage dich wirklich, wirklich ernsthaft: Kannst du es wirklich nicht? Was würde passieren, wenn du es doch tust? Und dann? Die Wahrheit ist, dass dich niemand wirklich davon abhalten kann, etwas zu tun oder nicht zu tun. Wie sicher weißt du, dass bestimmte Konsequenzen passieren werden, oder befürchtest du es „nur“? Am Ende des Tages geht es darum, ob du mit bestimmten Konsequenzen leben kannst, oder nicht. Und falls du dich dazu entscheidest, dass du mit den Konsequenzen nicht leben möchtest, dann sag nicht mehr „Ich kann nicht“, sondern vielmehr: „Ich will nicht, aus diesem und jenem Grund.“ Damit verlässt du die Opferrolle, bist wieder Herr bzw. Herrin deines Lebens und übernimmst Verantwortung.

Übernimm die volle Verantwortung für dein Leben.

Grübeleien und Angstmachereien

Um sich selbst zu sabotieren, stellen sich manche Menschen gerne die schlimmsten Szenarien darüber vor, was alles passieren könnte. Und die Angst steigert sich ins Unendliche. Deine Angst ist dein Freund und dein Beschützer, nur manchmal übertreibt sie maßlos. Frage dich realistisch: Welche Ängste sind begründet und welche könnten zwar passieren, müssen aber nicht passieren? Beschaffe dir dann Informationen zu den Gefahren und Risiken, die du siehst, sodass du sie realistisch einschätzen kannst. Google dazu oder frag jemanden, der die entsprechende Erfahrung hat und dir weiterhelfen könnte. Mut bedeutet nicht Abwesenheit von Angst, sondern Loslegen trotz der Angst. Also fasse Mut und richte deine Aufmerksamkeit weg von den Horrorszenarien hin zu den Möglichkeiten und dem Guten, das passieren könnte. Unser Gehirn ist so konzipiert, dass es nicht gerne Risiken eingeht. Es wurde dazu ein super anschauliches Experiment gemacht* und Probanden vor die Wahl gestellt, entweder 50 EUR sofort und jetzt zu bekommen. Oder aber die Chance auf 100 EUR zu bekommen, bei der sie jedoch 50 EUR wieder verlieren könnten. Absurderweise tendieren Menschen für die sichere Variante der 50 EUR sofort und ohne Risiko. Die Vorstellung alleine bei der Option der 100 EUR etwas verlieren zu können, macht bei den meisten ein unangenehmes Gefühl, das sie vermeiden wollen. Frage dich deshalb bei Entscheidungen mal bewusst welche Chancen sich ergeben. Was könntest du im besten Fall gewinnen? In welcher Relation steht dies zu dem möglichen Verlust?

Schätze Risiken und Chancen besonnen ein.

Ablenkungen

Hör damit auf dich ablenken zu lassen von unwichtigen Dingen. Und auch nicht von wichtigen Dingen! Deine Träume und Bedürfnisse sind sehr, sehr wichtig – vielleicht nicht so dringend, wie andere Dinge, aber langfristig gesehen wichtiger als alle anderen, denn sie bestimmen über deinen Gesamtzustand und deine emotionale und psychische Gesundheit. Welcher erste Schritt bringt dich deinem Ziel näher? Welchen Schritt könntest du bereits heute machen? Nimm dann deinen Kalender zur Hand und überlege dir genau, wann du was machst… am besten noch heute! Und lass dich dann auf keinen Fall von anderen Dingen ablenken. Wir Menschen haben die Fähigkeit bekommen uns Pläne zu machen und unserer Zeit eine Struktur zu geben. Das ist extrem cool – nutze sie! Es gibt wenig unabänderliche Dinge im Leben, aber eines davon ist, dass das Leben endlich ist. Wenn du alt bist und auf dein Leben zurückblickst, was möchtest du dann über diese Lebensphase, die gerade stattfindet, sagen können?

Setze dir Ziele, kreiere eine Vision und mache jene Dinge zuerst, die dich dieser Vision näher bringen.

Die Wartehaltung

Du denkst, du weißt einfach nicht, was du brauchst, um glücklich zu sein, und deshalb verharrst du in deinem jetzigen Zustand. Ich könnte mir vorstellen, dass du tief drinnen, insgeheim und sogar unbewusst weißt, was du willst, dies aber deine Art der Sabotage ist, dich davon abzuhalten. Einstein soll so treffend gesagt haben: „Wahnsinn ist immer das Gleiche zu tun und andere Ergebnisse zu erwarten.“ Wenn du also über das Denken einfach nicht erkennen kannst, welchen Weg du einschlagen sollst, dann geh ins Tun. Probier Dinge aus – am besten das Nächstbeste. Überwinde dich, denn neue Erfahrungen bringen neue Erkenntnisse und Perspektiven und steigern deinen Selbstwert und das Selbstvertrauen. Könnest du irgendwo ein Praktikum, Freiwilligenarbeit oder einen Schnuppertag machen, bei einer NGO, einem Unternehmen oder einer Einrichtung, deren Arbeit und Tätigkeitsfeld dich inspirieren und interessieren?

Du kannst nur scheitern, wenn du aufhörst, etwas zu probieren – Jeannine Hurte

Eine Haltung, die ich besonders hilfreiche finde, wenn es darum geht mit Selbstsabotage aufzuhören, ist die Haltung des Erwachsenen-Ichs aus der Transaktionsanalyse. Dieses Konzept kennt drei Ich-Zustände. Im Kind-Ich nehmen wir eine trotzige, hilfsbedürftige oder extrem verspielte Haltung ein. Im Eltern-Ich sind wir kontrollierend, strafend, während wir im Erwachsenen-Ich uns unserer Ressourcen voll bewusst sind und gelassen, besonnen und in unserer ganzen Kraft reagieren bzw. agieren – da wollen wir hin 🙂 Dann wirst du erkennen, dass dich nichts umhauen kann und du selbst die schwierigsten Situationen in deinem Leben wirst meistern können. Stell dir vor deinem inneren Auge dich selbst in dieser Haltung vor – wie würdest du agieren, wie würdest du dich entscheiden, welchen Schritt würdest du setzen? Wenn diese Vorstellung schwierig ist, dann such dir ein Vorbild. Jemanden, den du kennst und schätzt. Von dem du denkst, dass er / sie gute Entscheidungen trifft und immer weiß, was zu tun ist. Oder denke an ein Idol oder einen Superhelden aus YouTube, dem Fernsehen oder Ähnliches. Wie würde diese Person in deiner Situation denken und handeln? Was würde sie dir raten?

Ich wünsche dir viel Freude auf deinem Weg und in deiner neuen Erwachsenen-Haltung ohne Selbstsabotage. Wenn bei dir Fragen aufgekommen sind, dann stell mir diese gerne direkt in den Kommentaren oder hier.

Go for Gold & Be blessed,

Lisa

*) aus „Schnelles Denken, langsames Denken“ von Daniel Kahneman.