Lifehacks

Zukunftsangst I


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Zukunftsangst ist, wenn mir die Welt Angst und Schrecken macht,mir Klarheit und Richtung fehlen.
Ich nicht weiß, soll ich links oder rechts gehen.

Zukunftsangst ist, wenn ich heulen könnte aus purer Verzweiflung,
unfähig eine Entscheidung zu treffen.
Fast wünsch ich mir den Tod herbei.

Zukunftsangst ist, wenn ich tief im Inneren davon überzeugt bin,
dass ich zu wenig bin,zu wenig hab,zu wenig kann.

Zukunftsangst ist lähmend,
ein Traumtöter
ein Unruhestifter
ein Lügner.

Zukunftsangst ist, wenn in meinem Kopf Gedanken kreisen,
jegliche Entspannung unmöglich machen,
mich nie zur Ruhe kommen lassen.

Zukunftsangst ist, wenn ich weiß, es ist höchste Zeit etwas zu verändern,
aber nicht weiß was,
paralysiert.

Eine gute sachliche Beschreibung zur Zukunftsangst habe ich hier gefunden: https://karrierebibel.de/zukunftsangst/.

Das Selbstvertrauen in die eigenen Möglichkeiten und Kräfte fehlt. Das zeigt sich in den Grübeleien, um die eigenen Probleme, die Hindernisse, die im Weg stehen, oder sich in den Weg stellen könnten. Das Gehirn verfällt dabei in einen speziellen Zustand. Ich möchte das „fearful state of mind“ nennen. In diesem Zustand fällt es schwer kreativ zu sein, die Gedanken sind eingeengt und kreisend und es scheint keinen Weg da wieder raus zu geben.

Wege, um sich aus dem „fearful state of mind“ zu befreien

  • Mit anderen Menschen reden: Meist hat man in diesem Zustand gar keine Lust mit jemandem zu reden, jemanden anzurufen oder gar zu treffen. Allerdings wäre es besonders in diesem Zustand wichtig. Und nein: Fernsehen hilft nicht! Kino hilft nicht! Porno hilft nicht! Es muss ein wahrhaftiger, leibhaftiger Mensch sein, der da vor dir steht und mit dem du interagieren kannst. Interaktion kann einem sehr schnell im wahrsten Sinne des Wortes „auf andere Gedanken bringen“ und  in einen anderen „state of mind“.
  • Die Gedanken aufschreiben: Eine Übung, die besonders hilfreiche sein kann, heißt „Innerer Dialog“. Man schreibt dazu einfach einen inneren Dialog, also die eigenen Gedanken, auf ein Stück Papier oder tippt sie in den Computer ein. Es reicht dabei allerdings nicht nur Stichworte  aufzuschreiben. Besser ist, man formuliert ganze Sätze. Interessant wird  es, wenn man den Gedanken unterschiedliche „Stimmen“ gibt. Dann kann es  z.B. die „Angststimme“ geben. Und den „Glauben“, vielleicht tauchen auch „Freude“, „Zuversicht“ oder „Wut“ auf. Gib deinen inneren Stimmen die Namen, die dir intuitiv dazu einfallen. Wähle verschiedene Farben für die verschiedenen Stimmen. „Glaube“ könnte z.B. mit Blau und „Angst“ in  schwarz „reden“. Tritt in Dialog mit deinen Inneren Stimmen und  Positionen. Was ist die schlimmste Befürchtung von „Angst“? Was sagt „Glaube“ dazu? usw. Lass dich bei diesem Dialog ganz von deiner Intuition leiten.
  • Sich „Stille Zeit“ nehmen: Das kann funktionieren oder auch nicht. Sich Stille Zeit zu nehmen funktioniert wahrscheinlich besser, wenn man das bereits ein paar Mal gemacht hat und darin geübt ist. Stille Zeit kann bedeuten, dass man sich aufs Bett oder auf die Couch legt und einfach nichts tut. Tu dabei wirklich gar nichts! Nicht aufs Handy sehen, keine Nachrichten lesen, schon gar nicht Film schauen oder Internet surfen. Sitzt einfach nur da und höre auf das was kommt, für mindestens 10 Minuten. Was du dir zu Hilfe nehmen kannst ist eine geführte  Meditation, ein Gebet (zum Hören) oder einfach nur eine beruhigende  Musik. Versuche nicht krampfhaft etwas Positives zu denken oder gar einem Ritual zu folgen, auf das du eigentlich keine Lust hast. Damit kannst du dein Gehirn nicht aus dem angestrengten Grübel-Modus herausbekommen. Versuche dich möglichst von deiner Intuition leiten zu lassen.
  • Weinen: Weinen wirkt wie ein Ventil. Für die Seele kann es enorm wohltuend sein, einfach mal „Dampf abzulassen“ indem Tränen runter kullern. Vielleicht ist dir zum Weinen zumute: Dann steigere dich so richtig rein und lass die Tränen fließen. Es kann aber auch gut sein, dass du in diesem Zustand einfach nicht weinen kannst. Vielleicht hilft es dann sogar an etwas Trauriges zu denken, was mit deiner Situation und Zukunft gar nichts zu tun hat oder einen Film anzusehen, der auf die Tränendrüse drückt.
  • Sich selbst beobachten: Versuche mal die Zukunftsangst nicht zu bewerten. Ich gehe davon aus, dass du, wenn du dich im Zustand der Zukunftsangst befindest, normalerweise dich selbst und die Situation dabei abwertest: „Ich kriege mein Leben nicht auf die Reihe, das ist der Beweis dafür. Das ist doch nicht normal. Die  anderen haben auch nicht solche Ängste. Jetzt reiß dich zusammen…“ so  oder so ähnlich könnten deine Selbstabwertungs-Mechanismen ablaufen. Versuche diesmal etwas ganz anderes: „A ja. Dich kenne ich schon. Hallo Zukunftsangst. Wieso kommst du jetzt wieder vorbei? Das ist ja interessant. Wie fühlt sich jetzt mein Körper an? Gab es in den letzten Minuten, Stunden, Tagen etwas, was bereits angedeutet hat, dass du wieder vorbei schaust?“ Analysiere dich so, als wärst du ein Wissenschaftler, der ein aufregendes Phänomen erkunden möchte! Bewerte es nicht und wisse: Es wird auch wieder vorüber gehen. Du weißt vielleicht nicht genau wann, aber es ist schon oft wieder vorüber gegangen und das wird es auch diesmal :).

Das sind alles Möglichkeiten sich kurzzeitig aus dem „fearful state of mind“ rauszuholen. Es ist gut und wichtig, diese Strategien zu üben, allerdings wird damit langfristig gesehen nicht das dahinterliegende Problem gelöst. Lies weiter in Teil II, in dem ich meine Theorie zur Wurzel von Zukunftsangst teile, und wie du diese packen und ausreißen kannst.

Ich bin sicher: Es gibt viele da draußen, die Ähnliches erleben. Teile mit uns deine Gedanken oder Fragen!

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